Marktberichte

Marktbericht November 2021

Pflanzliche Öle

 

Sojaöl

Die Marktteilnehmer wurden Ende vorletzter Woche von der USDA überrascht, die unerwartet die eingebrachte US-Sojaernte um ca. 0,6 Mio. Tonnen im Vergleich zur letzten Schätzung zurückkorrigierte. Das führte zu einem deutlichen Preissprung an der Chicagoer Börse. Auch die verarbeiteten Mengen blieben in den letzten 2 Monaten hinter den Erwartungen zurück. Gleichzeitig bleibt die Nachfrage aus der Biodieselindustrie weiterhin hoch.

Sonnenblumenöl

Auch hier bleiben die Notierungen weiterhin fest und dass trotz einer Rekordernte in der Ukraine und Russland. Weiterhin verkaufen die Landwirte nur zögerlich größere Mengen, da die meisten aufgrund der guten Erlöse für die Weizenernte nicht unmittelbar auch den Cash-Flow angewiesen sind. In Russland kommt noch die vom Staat erhobene Exportsteuer hinzu, die dazu führt, dass den Anbauern nur relative niedrige Preise geboten werden. Dies verringert das aktuelle Verkaufsinteresse und führt letztendlich dazu, dass sich der von vielen Marktteilnehmern erhoffte Erntedruck nicht einstellen will. Aus diesen Gründen wird die weltweite Sonnenblumenölproduktion von September bis Dezember dieses Jahr deutlich hinter der des Vorjahreszeitraums bleiben. Das bedeutet, dass die Preisniveaus auch im nächsten Jahr stabil bleiben werden.

Rapsöl

Die Produktion ist weiterhin sehr limitiert und vordere Termine sind ausverkauft. Die Nachfrage aus die Biodieselindustrie stützt die hohen Niveaus auch weiterhin.
Aufgrund der hohen Preise wurden die Anbauflächen in der EU um ca. 7 % ausgeweitet.

Allgemein

Nachdem viele Marktteilnehmer weiter auf fallende Preise gehofft haben und notwendige Abdeckungen für das erste und zweite Quartal noch nicht getätigt haben, ist für diese Termine aufgrund der hohen Nachfrage und dem weiterhin reduzierten Angebot mit festen Preisen zu rechnen. Hinzu kommen noch die weiterhin verhältnismäßig niedrigen Palmölbestände und die aktuell saisonbedingt geringere Produktion. Weiterhin ist das Corona bedingte Problem der Erntearbeitskräfte auf den Palmplantagen nicht gelöst und erst, wenn hier wieder genügend Arbeitskräfte auf die Farmen dürfen, kann es letztendlich zu einer Produktionsausweitung kommen. Das könnte dann mittelfristig die globalen Preisniveaus wieder nach unten bewegen. Die europäischen Raffineriekapazitäten sind gut ausgelastet, so dass vordere Termine ausverkauft sind oder mit großen Prämien gehandelt werden. Schließlich trägt auch der gegenüber dem US-Dollar schwächer notierende Euro zu den festen Preisniveaus bei. Trotz guter Ernteaussichten notieren Sonnenblumenöl und Sojaöl weiterhin sehr fest. Dies ist auf die hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Produktionsmengen zurückzuführen.

 

Öle aus Eigenproduktion in den USA

 

Mandelöl

Aufgrund der anhaltenden Versandprobleme in LA, Long Beach und Oakland sind die Gesamtverschiffungen weltweit rückläufig. Auch die Ernteeinnahmen sind im Vergleich zum letzten Jahr rückläufig. Daher bleiben die Preise stabil und bewegen sich nicht. Die Käufer scheinen geduldig auf die Auslieferung der Ware zu warten. Auch die Verkäufer sind gespannt, wie die Ernte 2021 aussieht.

Pistazienkern Öl

Als die großen Pistazienverkäufer im vergangenen Monat beschlossen, die Preise für Pistazien drastisch zu erhöhen, erlitt der gesamte Markt einen Schock. Nachdem die Preise wieder etwas zurückgenommen wurden, ist das Produkt wieder in Bewegung. Die Pistazien mit geschlossener Schale sind in diesem Jahr geringer, was bedeutet, dass weniger Kerne auf dem Markt sind. Die Gesamternte sieht jedoch immer noch sehr gut aus, und die Nachfrage bleibt sehr hoch.

Walnussöl

Die Ernte ist weitaus geringer, so dass die Preise in diesem Jahr um 40% gestiegen sind.

 

Alle aktuellen Spezifikationen finden Sie auf unserer Website.

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