Marktberichte

Marktbericht Juni 2021

Pflanzliche Öle

 

Allgemein

Die Märkte sind weiterhin von einer hohen Volatilität gekennzeichnet. Der Grund hierfür sind die Wetterbedingungen in Nordamerika, denn die weltweit niedrigen Bestände führen zwangsläufig zu einer größer werdenden Abhängigkeit von der heranwachsenden US-Soja-Ernte. Zwar haben die Farmer größere Flächen mit Sojabohnen bestellt, aber die allgemeinen Wettermodelle für den mittleren Westen prognostizieren längere Hitze- und Trockenheitsperioden. Das könnte die Ernten im Spätjahr negativ beeinflussen.

Sojaöl

Sojaöl ist weiterhin für die steigenden Preise an den Ölmärkten verantwortlich. Vor allem der zu erwartende steigende Bedarf der Biodieselindustrie ist hier ein wesentlicher Treiber. In absehbarer Zeit ist mit keinem Rückgang zu rechnen, da die Politik sich festgelegt und entsprechende Entscheidungen getroffen hat. Der Trend wird noch verstärkt durch die ebenfalls anziehenden Mineralölpreise. Aber auch im US-Lebensmittelsektor wird Sojaöl nur schwer zu ersetzen sein.

Sonnenblumenöl

Die Preise für Sonnenblumenöl für die vorderen Termine sind in den letzten Wochen etwas zurückgekommen. Viele Verbraucher versuchen, wenn möglich ihre Deckungen auf die neue Ernte zu verschieben, da man von einer sehr guten Ernte und damit sinkenden Preisen ausgeht. Aus diesem Grund werden auch die letzten alterntigen Mengen etwas günstiger abgegeben. Sollten sich diese Erwartungen bewahrheiten, könnte das noch eine andere Konsequenz haben: aufgrund der weiterhin hohen Sojaölpreisen wird Sonnenblumenöl wieder ein interessanter Feedstock für die Biodieselindustrie werden. Damit könnte der erhoffte Preisrückgang vielleicht nicht so deutlich ausfallen, wie von vielen Marktteilnehmern erwartet.

Rapsöl

In den letzten Tagen sind die Preise für Rapsöl im Sog der anziehenden Sojaölnotierungen stark gestiegen.
Auch die Verarbeitung von Rapssaat in der EU hat sich deutlich verlangsamt.

Rizinusöl

Die Gesamtanbaufläche für Rizinussamen in Indien für das Jahr 2020-21 wird nach Schätzungen der Regierung auf 826.120 Hektar geschätzt, gegenüber 973.190 Hektar im Jahr 2019-20, was einem Rückgang von 15 % gegenüber dem Vorjahr entspricht. Die Anbaufläche ist Berichten zufolge in den wichtigsten produzierenden Distrikten von Gujarat und Rajasthan zurückgegangen.
Die durchschnittlichen Hektarerträge von Rizinussamen für das Jahr 2020-21 wurde weiter nach unten korrigiert auf 2.125 kg/ha gegenüber der vorherigen Schätzung von 2.157 kg/ha. Diese Schätzung basiert auf den Rückmeldungen von Landwirten, die zu ihren Erträgen und finalen Revalidierungen befragt wurden. Die gesamte Saatgutproduktion in Indien wurde auf 17,6 Mio. Tonnen für 2020-21 gegenüber der vorherigen Schätzung (Monat April) von 17,8 Mio. Tonnen nach unten korrigiert.

 

 

Öle aus Eigenproduktion in den USA

 

Mandelöl

Die Nachfrage nach Mandeln aller Art ist weiterhin sehr hoch. Der Positionsbericht vom Mai zeigt wieder enorme Lieferungen mit einem Anstieg der Inlandslieferungen um 22 %.
Trotz der Probleme mit den Häfen stiegen die internationalen Lieferungen um 42% im Vergleich zur gleichen Zeit des letzten Jahres. Die Ernte 2020 hat offiziell die Marke von 3,1 Mrd. lbs überschritten. Angesichts der subjektiven Schätzung des USDA von 3,2 Mrd. lbs für die Ernte 2021, glauben viele nicht an diese Zahl.

Vorteile für 2021:
Vorteilhafte Wetterbedingungen zur Blütephase, nahezu perfekte Bestäubungsaktivität.
Gutes Frühlingswetter, was zu geringem Stress und geringem Milben- und Krankheitsdruck führt.
Wachstum der Anbaufläche - insgesamt noch mehr Anbauflächen für Mandeln.

Nachteile für 2021:
Trockenheit - Süd- und Westseite werden einen gewissen Druck aufgrund von Wassermangel spüren.
Landwirte schränken ihre Ausgaben ein.

Die Preise für Mandeln sind stabil und steigen bei einigen Produkten leicht an.

 

Alle aktuellen Spezifikationen finden Sie auf unserer Website.

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