Marktberichte

Marktbericht Juli 2021

Pflanzliche Öle

 

Allgemein

Nachdem die Preise für Sojaöl, Palmöl und Sonnenblumenöl in der der ersten Julihälfte deutlich zurückgekommen waren, setzte bis zum Monatsende eine Korrektur ein. Davon waren vor allem die vorderen Positionen betroffen, da die physische Versorgungslage vor allem in den Monaten Juli, August aber auch September doch immer noch knapp ist.

Sojaöl

Weiterhin bestimmen die aktuellen Wetterbedingungen in den Hauptanbaugebieten der USA die Preisentwicklungen an den internationalen Märkten. Ende Juni gab es ausgedehnte Niederschläge im Mittleren Westen, was sich auf die Wachstumsbedingungen der Sojabohnen positiv auswirken wird. In Europa werden für die vorderen Termine weiterhin nur geringe Mengen mit großen Aufschlägen offeriert. Für spätere Termine verbessert sich die Verfügbarkeit, aber die Preise verharren im Vergleich zum Vorjahr auf weiterhin hohem Niveau.

Sonnenblumenöl

Auch hier sind die Termine bis einschließlich September gut verkauft. Allerdings sind die Preisniveaus hier trotz geringer Bestände etwas zurückgegangen. Momentan notiert das vierte Quartal noch mit deutlichen Abschlägen, aber viele Verbraucher halten sich mit Abdeckungen noch zurück, da sie auf weiter fallende Preise setzen. Diese Strategie könnte allerdings nicht aufgehen, wenn die großen Saatanbieter sich hierauf einstellen und ab September nur begrenzte Saatmengen in den Markt bringen. Die Situation bei der ölsäurereichen Qualität gestaltet sich ähnlich. Allerdings liegen die Anbauflächen in der EU unter den Erwartungen.  Für Russland und die Ukraine ist es noch nicht absehbar, wieviel von der jeweiligen Sorte ausgebracht wurde. Nachdem sich aber die Aufschläge auf die linolsäurereiche Sorte verringert haben, könnte es hier zu unerwarteten Ergebnissen kommen.

Rapsöl

In den letzten Tagen sind die Preise für Rapsöl im Sog der anziehenden Sojaölnotierungen stark gestiegen.
Auch die Verarbeitung von Rapssaat in der EU hat sich deutlich verlangsamt.

Rizinusöl

Die Preisentwicklung ist weiterhin an die anderen Öle gekoppelt. Auch hier schauen die Marktteilnehmer auf die Wetterbedingungen: das sehr warme und trockene Wetter in den kanadischen Anbaugebieten beförderte Preissteigerungen an der Börse in Winnipeg. Dieser Effekt strahlte auch auf die Preise in Europa aus. Weiterhin sind hier vordere Termine knapp und werden offiziell nicht angeboten.

Diese Effekte werden durch den weiterhin großen Bedarf aus dem Bioenergiesektor verstärkt. Verlängerte Transportlaufzeiten und steigende Frachtkosten erschweren die Versorgungslage und beschleunigen den Preisauftrieb. Daher sollte der Aspekt der physischen Versorgung im Laufe des Jahres weiterhin eine wichtige Rolle spielen.

 

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