Marktberichte

Marktbericht Dezember 2020

Pflanzliche Öle

Sojaöl

Die Sojaölpreise wurden in den letzten Monaten zum einen von den sich stetig verschlechternden Ernteaussichten in Südamerika getrieben. Zum anderen sind auch die rapide abnehmenden US Bestände ein Treiber für die Weltmarktpreise.  So wurden im Verlauf diesen Jahres bereits große Teile der kommenden brasilianischen Ernte auf Termin (2021) verkauft, da man aufgrund der schwachen lokalen Währung preisliche Vorteile hatte. Nun stellt sich aber heraus, dass einige Verkäufer aufgrund der verspäteten Ernte oder trockenheitsbedingter Ernteverluste ihren vertraglichen Verpflichtungen vor allem für vordere Termine nicht nachkommen können. Dies führte zu Vertragsstrafen oder Neuverhandlungen, was letztendlich auch Unruhe in den Markt brachte.

Sonnenblumenöl

Die Ernten in Osteuropa sind zwar nicht so schlecht ausgefallen, wie zunächst von Experten befürchtet, dennoch sind die Verluste bedeutend. Nachdem die Abgänge (Saat und Öl) aus der diesjährigen Ernte bisher sehr hoch waren, werden sich die verfügbaren Mengen für die kommenden Monate deutlich verringern. Es ist also weiterhin mit festen Preisen zu rechnen.
Von diesen Preissteigerungen ist auch das ölsäurereiche Sonnenblumenöl betroffen, allerdings nicht in dem Maße wie die linolsäurereiche Standardqualität. Die Preisniveaus beider Qualitäten haben sich fast angeglichen, was so sehr selten zu sehen war.
Allerdings könnten Nachfragerückgänge später im Jahr zu einer gewissen Preiskorrektur führen, nachdem sich Marktteilnehmer preisbedingt von Sonnenblumenöl abgewandt haben.

Rapsöl

Die Rapsölnotierungen folgen weiterhin den Sojaölpreisen und auch die Befestigung von Palmöl und Sonnenblumenöl trägt zu den stabilen Preisniveaus bei. Ein weiterer Faktor war die verstärkte Nachfrage aus China in den letzten Tagen. Recht gute Mengen in Kanada und Australien ändern nichts an dieser Situation. Ungewiss bleibt die Nachfrage aus der Biodieselindustrie, die traditionell einen großen Einfluss auf die Preise des europäischen Rapsöls hat.

Olivenöl

Die Olivenernte in Spanien hat begonnen. Sie wird allerdings von regionalen Regenschauern immer wieder unterbrochen. Dieser Regen ist positiv für die kommende Ernte, jedoch haben bei der aktuellen Ernte diese Schauer eher negative Auswirkungen auf die Qualität.
Insgesamt gehen Experten in diesem frühen Stadium von einer eher durchschnittlichen Ernte aus (das bedeutet eine Olivenölproduktion von ca. 1,5-1,6 Mio Tons.) Allgemeine Aussagen über die Qualität lassen sich jetzt noch nicht mit Sicherheit treffen.
Allerdings liegen die Preisniveaus für Öl aus der aktuellen Ernte momentan deutlich über denen der letzten Kampagne. Dies hat u. a. auch damit zu tun, dass die tunesische Ölproduktion, die traditionell in größerem Umfang exportiert wird, sich deutlich verringern wird. Manche Markteilnehmer sehen bereits einen Rückgang von über 50 % verglichen mit der letztjährigen Rekordernte, nach der sich die Bäume in diesem Jahr regenerieren müssen.
Auch die italienische Ernte wird in diesem Jahr eher unterdurchschnittlich ausfallen. Es bleibt daher abzuwarten, ob es noch zu deutlichen Preiskorrekturen kommen wird, um das Vorernteniveau zu erreichen.


Öle aus Eigenproduktion in den USA

Mandelöl

Rekord-Lieferungen im Oktober mit Mandelverkäufen nach China, die trotz der Zölle im bisherigen Jahresverlauf um 11% gestiegen sind.
Die Verkäufe nach Indien sind bis heute um 110% gestiegen. Der einzige rückläufige Markt im letzten Monat war Japan.
Das Ergebnis dieser starken Nachfrage sind feste Preise.

Walnussöl

Für die Ernährung von Kindern und Frauen arbeitet die kalifornische Walnusskommission an bundesweiten Einkäufen von Walnüssen. Die Entkernung der Bio-Walnüssen beginnt im Januar.

Pistazienkernöl

Die Verkäufe sind stabil und ohne Preisbewegungen.
Ein neues Produkt, Pistazienmilch, kommt auf den Markt und kopiert den Erfolg von Mandel- und Walnussmilch.

 

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